Schließen

Der Pfarrer und sein Wirt

In Bayern, und auch speziell in Franken, ist schon immer das Verhältnis zwischen Pfarrer und dem Wirt ein wichtiges gewesen.

Sorgte doch der – meist strenge – Pfarrherr für das seelische Wohl, so kümmerte sich der Wirt um das Leibliche. Wie überall in Franken – so auch in Memmelsdorf – erhebt sich die Kirche, unübersehbar, im Ortszentrum. Ab 1707 wurde die Kirche barock von Baumeister Balthasar Caminata erweitert nach den Plänen von Leonhard Dientzenhofer. Auf der prächtigen Kirchenmauer stehen ab 1977 wieder diverse Heiligenfiguren, in Stein von Ferdinand Tietz gemeißelt. Wie allerorts in Bayern – steht das Wirtshaus gegenüber der Kirche – so auch die „Drei Kronen“.

War die Großmutter des jetzigen Besitzers, die Forster‘s Kathi, mit dem alten Pfarrherrn Josef Lang als Vettern und Base verwandt, so begann die Dienststelle des neuen Pfarrers Lothar Güthlein 1974 eher ungewöhnlich. Da das alte Pfarrhaus dringend renovierungsbedürftig war bezog der neue Pfarrherr mit seinem Kaplan, Ewald Thoma, vorübergehend den zweiten Stock des Brauereigasthofes, welcher kurzerhand zum Pfarrhaus umfunktioniert und umbenannt wurde. So ergab sich eine Arbeitsteilung: Die Wirtsleute nahmen Nachrichten entgegen, hielten Schnorrer vom Pfarrherrn ab und halfen mit den ersten Pfarr-Faschingsball zu organisieren. Und die Pfarrherren gaben Gästezimmerschlüssel heraus, halfen Hotelgästen mit schweren Koffern zu ihren Zimmern und predigten auch mal am Stammtisch.

18 Monate dauerte das Intermezzo, bis das Pfarrhaus wieder bezugsfertig war.

Fastenbier

- ab 5. März 2014 "am Hahn" - 

Das Fastenbier ist ein historisch begründetes Spezialbier, das seine Herkunft den Klöstern verdankt.

Der älteste Klosterbauplan von St. Gallen enthielt bereits im 9. Jahrhundert eine Braustätte.

In der Fastenzeit durfte man nur einmal am Tag feste Nahrung zu sich nehmen. Deshalb wurde zum Aschermittwoch ein spezielles, stärkeres Bier gebraut.

Je nach sozialem Status des Mönchs durfte er dann zwischen einem und vier Litern am Tag trinken.

Es wurde überliefert, dass ein eifriger Mitbruder dieses Treiben anprangerte und einen Brief nach Rom schickte. Die Herren in Rom – heute noch extrem weinlastig – schrieben zurück, man kenne dies Getränk nicht und möge eine Probe schicken.

Also füllte man ein Fässchen ab und schickte es auf die lange Reise. Man kann sich vorstellen in welchem Zustand das Bier ankamJ

Die Antwort aus Rom lautete sinngemäß:

„Es bestehen keine Bedenken gegen die Verwendung. Im Gegenteil, dieses Gebräu zu trinken ist ein besonderes Fastenopfer.

 

Unser Fastenbier hat eine gold leuchtende Farbe die an Lärchenholz erinnert. Das fruchtig frische Aroma nach Ananas, wird begleitet von einer Karamell- Bisquitnote. . Der Antrunk wird von Kohlensäure dominiert, die sich leicht moussierend auf die Zunge legt. Danach entwickelt sich der malzige vollmundige Körper. Eine  leichte lang anhaltende Bitterkeit lädt zum Weitertrinken ein.

Ein Bier, nicht nur für Zölibatisten.

 

Alkoholgehalt: 4,9%
 
 
0,5l   2,80 €
 
0,3l   2,00 €

 - oder als Versucherla -
0,1l   1,20 €

 
Newsletter eintragen

Wir sind für Sie da:

Montag - Samstag
07:00 - 23:00 Uhr

Sonntag
08:00 - 15:00 Uhr

Ruhetag im Gasthof:
Sonntag Abend
und Montag Mittag

Tel: 0951/944330
info@drei-kronen.de