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550 Jahre Schenkstatt und Brauort

  Vor genau fünfeinhalb Jahrhunderten, vier Jahre nach der Eroberung von Byzanz durch die Türken und 14 Jahre nach der Errichtung des Hochgrabes für den Heiligen Bischof Otto von Bamberg auf dem Michelsberg erwirbt Hanns Hilbrant am Dreikönigstag 1457 von Fritzen Seuerlein dem Jüngeren das Anwesen mit dem verbrieften Schankrecht.


Über die Jahrhunderte war der Betrieb Aufgabe und Lebensgrundlage vieler Generationen. Mit zielbewusstem Unternehmergeist erfüllte jede Generation die Bedürfnisse ihrer Zeit und sicherte so den Fortbestand des Anwesens für die Nachkommen.

Eines ist bis heute gleich geblieben, egal welche Generation wirtschaftete, unbeeindruckt von den regionalen Ereignissen oder vom jeweiligen Lebensstil - hier wurde immer Bier gebraut und an die Gäste ausgeschenkt. Und genau diese Tradition schuf das Flair dieses Ortes: Er zieht immer gleichermaßen Menschen an, solche, die mit Leidenschaft Bier brauen und jene, die es überzeugt zu genießen wissen.

Wäre Hanns Hilbrant heute unter uns, würden ihn sicher die technischen Neuerungen als Werk des Teufels erschrecken. Aber beim Besuch unseres Drei-Königs-Sudhauses, wenn ihm der aromatische Duft der frisch gebrauten Würze vom Kühlschiff entgegenweht, dann würde sich sein Herz beruhigen und mit Brauerstolz würde er sein erstes Glas „Stöffla“ zum Himmel erheben. Leider können wir ihm diese Freude nicht erfüllen. Deshalb feiern wir dieses Jubiläum auch im Andenken an vergangene Generationen, damit wir das Wissen um unsere Wurzeln nicht verlieren.
Als Anregung haben wir für Sie, liebe Gäste, einige Anekdoten zusammengetragen, die Historie seit 1457 skizziert und mit den besonderen Ereignissen der Geschichte des Hauses ergänzt. Wann immer unsere Gäste ihre Erinnerungen und ihre erlebten Geschichten – bei einem Glas Stöffla im Drei Kronen – erzählen, weht der Hauch menschlicher Zusammengehörigkeit und dann ist es wieder da, das Flair des Ortes der Bierkultur und Gastfreundschaft. Imaginär, aber spürbar taucht dann auch das Andenken an die tausenden von armen Seelen auf, die sich hier in Memmelsdorf im behüteten Miteinander von Pfarrkirche und Wirtshaus wohlgefühlt haben und sich gut aufgehoben wussten.

Fastenbier

- ab 5. März 2014 "am Hahn" - 

Das Fastenbier ist ein historisch begründetes Spezialbier, das seine Herkunft den Klöstern verdankt.

Der älteste Klosterbauplan von St. Gallen enthielt bereits im 9. Jahrhundert eine Braustätte.

In der Fastenzeit durfte man nur einmal am Tag feste Nahrung zu sich nehmen. Deshalb wurde zum Aschermittwoch ein spezielles, stärkeres Bier gebraut.

Je nach sozialem Status des Mönchs durfte er dann zwischen einem und vier Litern am Tag trinken.

Es wurde überliefert, dass ein eifriger Mitbruder dieses Treiben anprangerte und einen Brief nach Rom schickte. Die Herren in Rom – heute noch extrem weinlastig – schrieben zurück, man kenne dies Getränk nicht und möge eine Probe schicken.

Also füllte man ein Fässchen ab und schickte es auf die lange Reise. Man kann sich vorstellen in welchem Zustand das Bier ankamJ

Die Antwort aus Rom lautete sinngemäß:

„Es bestehen keine Bedenken gegen die Verwendung. Im Gegenteil, dieses Gebräu zu trinken ist ein besonderes Fastenopfer.

 

Unser Fastenbier hat eine gold leuchtende Farbe die an Lärchenholz erinnert. Das fruchtig frische Aroma nach Ananas, wird begleitet von einer Karamell- Bisquitnote. . Der Antrunk wird von Kohlensäure dominiert, die sich leicht moussierend auf die Zunge legt. Danach entwickelt sich der malzige vollmundige Körper. Eine  leichte lang anhaltende Bitterkeit lädt zum Weitertrinken ein.

Ein Bier, nicht nur für Zölibatisten.

 

Alkoholgehalt: 4,9%
 
 
0,5l   2,80 €
 
0,3l   2,00 €

 - oder als Versucherla -
0,1l   1,20 €

 
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