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Das neue Sudhaus im Drei Kronen

Ein richtiger Mann soll in seinem Leben: ein Haus gebaut, eine Baum gepflanzt, einen Sohn gezeugt und mindestens einen Achtzylinder gefahren haben.

Beim Bierbrauer kommt noch eins dazu: Ein Sudhaus gebaut haben – so das Klischee ...

Im November 2003 fand in Nürnberg der Preis zum „Europäischen Bierstar“ statt. Ein Wettbewerb, der sich vor allen Dingen dadurch auszeichnet, dass er nicht auf chemische Analysen basiert, sondern rein auf Geschmack. Chef des Verkostungs- und Beurteilungsteams war der TV Koch Alexander Herrmann. Er und seine Jury waren vom „Stöffla“ so angetan, dass es in der Klasse „Spezialbiere / Rauchbier“ mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Angeregt von dieser Preisverleihung und angespornt vom Berufswunsch der ältesten Tochter Isabella, Brauerin zu werden, beschloss der Familienrat die Investition in ein neues Brauhaus. Das erste Angebot umfasste eine vollautomatische Anlage. – Niemals, denn bezahlbar, klassisch und sprichwörtlich handwerklich sollte es sein und vor allen anderen Dingen: das Kühlschiff musste verwendet werden. Das ist die traditionelle Kühlung der Ausschlagwürze, die es nicht erwünschten Geschmackstoffen ermöglicht, durch den Dunstabzug ins Freie zu gelangen.

Im Oktober 2004 war es soweit: die Keller waren voll, alle Fässer gefüllt, die alte Anlage wurde demontiert. Die Memmelsdorfer, neugierig was in den Drei Kronen passiert, tranken zum Entsetzen des Braumeisters die Vorräte nieder. Anfang Dezember war das Stöffla ausgetrunken, das Lager kurz danach niedergetrunken, allein das Hefepils hielt noch einigermaßen die Stellung. Am ersten Dezember 2004: der erste Sud! Mit dem Braumeister der Fa. Kaspar Schulz wurde er eingebraut. Nachdem der Name „Drei Kronen“ von den Drei Königen kommt, lag es nahe, das erste in der neuen Anlage gebraute Bier einem dieser Könige zu widmen: Die Entscheidung fiel auf „Balthasar“ – ein würziges, helles, nicht stark gehopftes Bier, mit einer fruchtigen Hefe vergoren, leicht und locker im Geschmack. Und pünktlich zum Dreikönigstag konnte das Sudhaus offiziell seiner Bestimmung übergeben werden und das erste Bier für die Gästen gezapft werden. Begeistert und trotz großer Kälte waren Hof und Wirtshaus voll, eine Wiederbelebung der alten Tradition „Stärk antrinken“ lebte auf. 2006 folgte „Melchior“ – ein klassisches Schwarzbier und 2007 als dritter der „Caspar“ eine vollmundige, bernsteinfarbige im Märzenstil gebraute Bierspezialität.

Seit dem laufen am Stammtisch der „Drei Kronen“ die Spekulationen, wie die Bierreise weitergeht: wieder mit dem Rhythmus Balthasar, Melchior und Caspar? Aber da gibt es ja auch den Stern von Bethlehem, den Stall mit Krippe, Ochs und Esel … man darf gespannt sein …

Fastenbier

- ab 5. März 2014 "am Hahn" - 

Das Fastenbier ist ein historisch begründetes Spezialbier, das seine Herkunft den Klöstern verdankt.

Der älteste Klosterbauplan von St. Gallen enthielt bereits im 9. Jahrhundert eine Braustätte.

In der Fastenzeit durfte man nur einmal am Tag feste Nahrung zu sich nehmen. Deshalb wurde zum Aschermittwoch ein spezielles, stärkeres Bier gebraut.

Je nach sozialem Status des Mönchs durfte er dann zwischen einem und vier Litern am Tag trinken.

Es wurde überliefert, dass ein eifriger Mitbruder dieses Treiben anprangerte und einen Brief nach Rom schickte. Die Herren in Rom – heute noch extrem weinlastig – schrieben zurück, man kenne dies Getränk nicht und möge eine Probe schicken.

Also füllte man ein Fässchen ab und schickte es auf die lange Reise. Man kann sich vorstellen in welchem Zustand das Bier ankamJ

Die Antwort aus Rom lautete sinngemäß:

„Es bestehen keine Bedenken gegen die Verwendung. Im Gegenteil, dieses Gebräu zu trinken ist ein besonderes Fastenopfer.

 

Unser Fastenbier hat eine gold leuchtende Farbe die an Lärchenholz erinnert. Das fruchtig frische Aroma nach Ananas, wird begleitet von einer Karamell- Bisquitnote. . Der Antrunk wird von Kohlensäure dominiert, die sich leicht moussierend auf die Zunge legt. Danach entwickelt sich der malzige vollmundige Körper. Eine  leichte lang anhaltende Bitterkeit lädt zum Weitertrinken ein.

Ein Bier, nicht nur für Zölibatisten.

 

Alkoholgehalt: 4,9%
 
 
0,5l   2,80 €
 
0,3l   2,00 €

 - oder als Versucherla -
0,1l   1,20 €

 
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